Unsere Haltung
„Du entscheidest. Wir unterstützen"
Wir stellen die Wünsche und da das Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen konsequent in den Mittelpunkt. Unsere Angebote sind freiwillig, vertraulich und auf Augenhöhe. Sexualisierte Gewalt ist Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse, deshalb basiert unsere Arbeit auf einem fachlichen Selbstverständnis:
Parteilich
Wir glauben den Betroffenen, nehmen ihre Perspektive ein und schützen ihre Interessen ohne eigene Entscheidungen aufzudrängen.
Traumasensibel
Wir verstehen die Symptome und Verhaltensweisen von Betroffenen als verständliche Bewältigungs- und Überlebensstrategien auf unnormale, grenzverletzende Ereignisse. Wir schaffen einen möglichst sicheren Rahmen, respektieren das individuelle Tempo und versuchen Re-Traumatisierung zu vermeiden.
Humanistisch & ressourcenorientiert
Wir begegnen jedem Menschen mit Wertschätzung und vertrauen auf sein Potenzial zu Wachstum, Selbstentwicklung und Entfaltung. Dabei fragen wir nicht nur danach, was krank macht oder verletzt hat, sondern fokussieren gezielt darauf, was gesund erhält, stärkt und schützt. Wir fördern das Kohärenzgefühl (Verstehbarkeit, Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit) sowie die vorhandenen individuellen Stärken und Widerstandskräfte (Resilienz).
Systemisch
Betroffene leben nicht isoliert, sondern sind Teil komplexer familiärer, schulischer und gesellschaftlicher Systeme. Wir beziehen soziale Dynamiken, Umfeldressourcen und Beziehungsstrukturen reflektiert mit ein, um nachhaltige Entlastung und Schutz zu ermöglichen.
Sexuelle Selbstbestimmung
Das Recht, frei und selbstbestimmt über den eigenen Körper und die eigene Sexualität zu entscheiden, ist unantastbar. Wir unterstützen beim Aufbau von Körperwissen, Konsensfähigkeit und der Aufarbeitung nach Gewalterfahrungen.
Diskriminierungssensibel & intersektional
Gendersensibel
Wir nutzen bewusst das Gendersternchen (*), um die Vielfalt menschlicher Identitäten jenseits binärer Systeme sichtbar zu machen.


Zielsetzung
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Wir bieten ein niedrigschwelliges Beratungsangebot: Telefonsprechzeiten, Mailkontakt, kurze Wartezeiten und bedürfnisorientierte Terminabsprachen. Wir beraten auf Wunsch anonym.
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Kurz – und langfristige Begleitung von Betroffenen, um sexualisierte Gewalterfahrung und die damit verbundene Grenzverletzung zu verarbeiten und mögliche Begleiterscheinungen der traumatischen Erfahrung zu mindern.
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Wir helfen dabei, Wartezeiten während der oft langwierigen Suche nach einer*m geeigneten Therapeut*in zu überbrücken. Währenddessen arbeiten wir stabilisierend.
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Wir informieren und bilden Fachkräfte im Bereich sexualisierte Gewalt fort, um das Thema zu enttabuisieren und sie in ihrer Professionalität zu stärken.
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Wir treiben die Vernetzung mit verschiedenen Institutionen voran, um eine effektive und unkomplizierte Kommunikation und Zusammenarbeit zu fördern.
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Wir bieten Präventionsangebote für Schüler*innen und deren Lehrkräfte ab der achten Klasse an.
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Wir arbeiten in regionalen und überregionalen Gremien, um Fachwissen auszutauschen, gemeinsame Veranstaltungen zu planen, zu organisieren und politische Arbeit zu leisten.
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Die Öffentlichkeit möchten wir für die Thematik und den notwendigen Erhalt der Beratungsstelle sensibilisieren.



