Wir bieten ab der achten Klassenstufe Prävention für Bergedorfer Schulen an. Die Altersstufe ist gewählt, da ungefähr ab diesem Alter die Möglichkeit besteht, eigenständig eine Beratungsstelle aufzusuchen. Wir wollen Schwellenängste bezüglich Beratungsstellen abbauen bzw. gar nicht erst entstehen lassen.

In geschlechtshomogenen Kleingruppen arbeiten wir zu zweit an Themen wie: ‚Was ist sexuelle Gewalt?‘, Wie ist mein Bauchgefühl bei sexuellen Grenzüberschreitungen?‘, Umgang mit Betroffenen, sowie dem Wahrnehmen der unterschiedlichen Grenzen. Vorausgehend zu diesen Gruppen arbeiten wir mit den jeweiligen Klassen- und auch Fachlehrer*innen, die den Jahrgang unterrichten. Hierbei vermitteln wir nicht nur den Umgang mit Verdachtsmomenten bzw. offen ausgesprochenen Unterstützungsbedarf einer Schülerin oder eines Schülers bei einer aktuellen Grenzüberschreitung, sondern wir fordern und fördern eine eigene Auseinandersetzung mit der Thematik. Die Fortbildung für die Lehrkräfte ist eine Pflichtveranstaltung zu einer Präventionsveranstaltung.

Uns ist bewusst, dass sich in den Gruppen betroffene und/oder übergriffige Jugendliche befinden können. Das gilt auch für die Fachkräfte in den Fortbildungen. Uns ist es wichtig, dass es während des Präventionsangebotes nicht zu einem persönlichen Outing kommt, da die Folgen nicht abschätzbar sind. Gleichzeitig bekommen die Betroffenen aber neue Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt.

Bei von Schüler*innen benannten Übergriffen durch Lehrkräfte, die die gesamte Gruppe betreffen, entwickeln wir mit der Gruppe individuelle Handlungsschritte.

Wichtig ist uns auch, festzuhalten, dass Prävention die sexualisierte Gewalt letztendlich nicht verhindern kann. Dennoch ist das Enttabuisieren und damit auch das Sensibilisieren des Themas ein wichtiger Schritt. Die Kinder und Jugendlichen sollen informiert und in ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Handlungskompetenz gestärkt werden. Sie sollen Anlaufstellen kennen lernen.

Die Verantwortung für sexuelle Gewalttaten liegt nicht beim betroffenen Kind oder Jugendlichen, sie liegt immer bei dem Täter oder der Täterin. Sich zu wehren ist ein Recht, kein Muss und auch keine Garantie auf Unversehrtheit.

Bei uns untergeordnete Ziele der präventiven Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind:

  • Allgemein gehaltene Aufklärung über Sexualität und sexualisierte Gewalt. Die Position der Kinder und Jugendlichen soll gestärkt werden. Sie sollen über ihre Rechte informiert werden und lernen, wie sie diese wahrnehmen und verteidigen können. Die Kinder und Jugendlichen sollen ein altersangemessenes Wissen über ihren Körper vermittelt bekommen und über Gefühle sprechen lernen.
  • Prävention mit Kindern im Vorschul- und Grundschulalter sollte nach unserer Vorstellung weitgehend durch Erzieher*innen, Lehrer*innen und Eltern selbst geschehen und sich im allgemeinen Erziehungsstil bzw. in der konzeptionellen Haltung widerspiegeln. Unser Fortbildungsangebot richtet sich hier an die Fachkräfte und an die Elternschule.

Zornrot e.V.
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